5 Fragen an: Marcus Klein, Gründer der größten deutschen Event-Tech-Plattform
Marcus Klein hat die Art verändert, wie Eventprofis in Deutschland arbeiten. Seine Plattform verbindet heute über 8.000 Event-Dienstleister mit Auftraggebern — und hat dabei die gesamte Buchungskultur der Branche demokratisiert. Wir haben ihn zu seiner Vision, seinen Fehlern und seiner Sicht auf die Zukunft befragt.
1. Was war der Moment, in dem du wusstest: Das wird groß?
„Als ein mittelständischer Caterer aus Augsburg mir schrieb, dass er durch unsere Plattform seinen Umsatz in 18 Monaten verdreifacht hat — ohne mehr Arbeit zu haben, nur mit besserer Sichtbarkeit. Da wusste ich: Wir lösen ein echtes Problem.”
2. Was war dein größter Fehler?
„Wir haben zu lange versucht, alles selbst zu bauen. Technologie, Vertrieb, Community — parallel. Das hat uns fast die Firma gekostet. Der Pivot auf eine klare Kernkompetenz — die Matching-Technologie — hat uns gerettet. Fokus ist alles.”
3. Was unterscheidet gute Event-Leader von schlechten?
„Gute Leader hören zu, bevor sie entscheiden. Im Eventbusiness gibt es so viele Stakeholder — Kunden, Dienstleister, Teilnehmer, Auftraggeber. Wer nicht zuhören kann, macht Events für sich, nicht für andere. Das merkt man sofort.”
4. Wo siehst du die Branche in 5 Jahren?
„Radikaler personalisiert. KI wird es ermöglichen, Events zu gestalten, die sich für jeden Teilnehmer anfühlen, als wären sie für ihn gemacht. Das ist keine Science Fiction — das ist 5 Jahre Entwicklungsarbeit entfernt.”
5. Was rätst du jemandem, der in die Branche einsteigen will?
„Mach erst mal alles. Kabel schleppen, Catering packen, Technik aufbauen. Wer die Branche von unten kennt, versteht sie wirklich. Und dann: find deine Nische. Die Branche braucht Spezialisten, keine Generalisten.”
